Die Trauben für diesen feinherben Riesling mit nur 8,5% vol. stammen aus einer Parzelle, die im Jahr 1967 im Niedermenniger Herrenberg mit einem hohen Anteil an Rotschiefer gepflanzt wurde. Die alten Reben kamen mit den wechselhaften bedingungen des 2023er-Jahrgangs - erst war es zu trocken und windig, dann nass und kühl - bestens zurecht und lieferten traumhaftes Traubenmaterial für diesen feinherben Ortswein. Wie üblich bei Stefan Müller, wurden die Trauben nach der selektiven Handlese direkt gepresst, spontan in alten Fuderfässern vergoren und bis zur Abfüllung auf der Vollhefe belassen.
Im Glas zeigt sich ein noch etwas zurückhaltender Riesling, der sich an der Luft nach und nach öffnet und sein Potenzial zeigt: Zarter, glockenklarer Duft mit Noten von Zitrone und Grapefruitschale, unterlegt von leicht rauchigen Schiefernoten. Am Gaumen präsentiert sich der Wein kernig und fokussiert, schlank in seiner Anmutung mit straffer Säure und fein mineralischem Rückgrat, gutem Gripp und schöner Länge.